Endlich innere Ruhe finden – Tipps für mehr Gelassenheit

  • Endlich innere Ruhe und Gelassenheit finden

In einer Welt der Geschwindigkeit und des Lärms sehnen wir uns immer öfter nach Ruhe – nicht nur nach der äußeren, sondern auch nach innerer Ruhe. Wenn er dann endlich mal da ist, dieser Moment der Stille, wissen wir nicht, wie wir mit ihm umgehen sollen – wir fangen an zu zappeln. Es scheint fast so, als müssten wir ständig in Bewegung bleiben. Tun wir dies nicht, erobert uns schnell das Gefühl Zeit zu verschwenden.

Wie können wir uns öfter die Chance geben, uns auszuruhen und innere Ruhe zu finden, auch in hektischen Zeiten? Wie können wir wenigstens für einen Moment Abstand gewinnen zu den Anforderungen, die uns das Leben stellt? Wie können wir durchs Leben gehen und uns selbst sagen “Alles ist gut.”?

Die innere Ruhe verstehen

Was bedeutet eigentlich “innere Ruhe”? Fangen wir damit an, was äußere Ruhe für uns ist: Es ist die Abwesenheit von lauten, störenden, Stress auslösenden Geräuschen um uns herum. Unsere Anwesenheit und der pure Moment rücken in den Fokus und auf einmal können wir uns selbst spüren – unser Dasein, unsere Anwesenheit, wir sind ganz still und ruhen im Augenblick.

Überträgt man diese äußere Ruhe auf unser Inneres, dann bekommen wir ein Gefühl von Ausgeglichenheit und Gelassenheit – unsere Nervosität sinkt, unsere Anspannung lässt nach, die Angst wird schwächer. Akzeptanz und Klarheit breiten sich aus. Leider lassen wir uns nur selten auf dieses Gefühl ein, denn die Stimme unseres inneren Kritikers ist laut: Nicht Faulenzen, nicht ausruhen, nicht Nichts tun. Wie wundervoll wäre es, der inneren Ruhe mehr Raum in unserem Leben zu geben? Und wie genau sieht das aus? Und was müssen wir dafür tun?

Kontrolle loslassen

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur inneren Ruhe ist, zu erkennen, was wir in unserem Leben kontrollieren können und was nicht. Viele Menschen haben die Vorstellung oder sogar den Wunsch, alles um sich herum kontrollieren zu wollen. Viel zu oft versuchen wir in Bereichen Macht und Kontrolle auszuüben, auf die wir keinen Einfluss haben. Genaueres Hinschauen kann helfen um Klarheit zu bekommen: In welchem Gebiet versuchst Du verzweifelt Dinge zu kontrollieren, stellst jedoch immer wieder fest, dass diese Dinge nicht in Deiner Hand liegen? Hier kann es helfen loszulassen und diesen Umstand zu akzeptieren. Halten wir weiter fest an unserer falschen Vorstellung der Kontrolle, werden immer wieder negative Emotionen in uns geweckt, die uns auf dem Weg zur inneren Ruhe im Wege stehen.

Sind Körper und Geist in Einklang?

Immer öfter begegnen wir diesem Satz und verstehen doch nicht recht, was gemeint ist. Was soll das heißen “den Körper und Geist in Einklang bringen”? Und wenn es so wichtig ist, wieso üben wir uns dann nicht täglich darin?

Immer mehr Studien zeigen, welchen Einfluss Körper und Geist aufeinander haben. So ist bewiesen, dass seelisches Leiden unserem Körper und der Gesundheit schadet. Aber auch der Körper hat großen Einfluss auf unsere Gefühlswelt. Körper und Seele sind stark miteinander verbunden und können nur gemeinsam zur Stärkung beitragen. Es ist also ratsam, auf seinen Körper und Geist zu hören um dann zu entscheiden, was uns gut tut. Zum Beispiel schwören viele Menschen auf Yoga und Meditation. Manche wiederum auf lange Spaziergänge oder Sport. Wiederum andere bauen Modellflugzeuge oder wählen die Gartenarbeit. Auch Du hast sicher eine Idee, was genau Dir hilft, um ein inneres Gleichgewicht zu finden? Probiere verschiedene Dinge und Techniken aus und spüre, wie sich Körper und Geist gegenseitig stärken.

Sich in Akzeptanz üben

Bleiben wir beim Yoga und der Meditation. Hast Du es schon einmal ausprobiert? Dann hast Du sicher festgestellt, wie schwer es sein kann für 10 Minuten still zu sitzen oder hast Du beim Spazierengehen wieder die Abkürzung gewählt? Direkt sind wir frustriert, machen uns Vorwürfe wie schwach wir doch wären und lassen negative Gedanken das Ruder übernehmen. Wir nehmen nur unsere Mängel wahr und fangen an zu kritisieren. Ein anderer Weg ist, die Dinge zu akzeptieren. Das klingt leichter als es tatsächlich ist. Lass die negativen Gedanken zu und schiebe sie dann sanft und ohne Zorn von Dir weg. Gebe ihnen kurz Deine Aufmerksamkeit, komme dann aber zum jetzigen Augenblick zurück. Denn wenn du akzeptierst, dass dieses Gefühl da ist, verliert es an Macht und wird schwächer. Danach fällt es leichter, sich wieder auf den Moment zu konzentrieren.

Emotionen annehmen

Viele Dinge, die uns belasten stehen mit Emotionen in Verbindung, die wir versuchen zu verdrängen. Dieser Umgang mit ungewollten Gefühlen kann lange Zeit effektiv sein, jedoch langfristig dazu führen, dass wir viel Energie für diesen Mechanismus benötigen, der uns dann auch krank machen kann. Gefühle sind wichtige Richtungsgeber und Orientierungshilfen im Leben. Gefühle wahrzunehmen und ihnen Platz einzuräumen, kann uns helfen unseren Weg zu finden und diesen zu gehen. Langfristig also das eigene Wohlbefinden zu steigern.

Äußere und innere Ruhe

Wichtig, um innere Ruhe zu finden, ist es den Blick nach außen zu wenden. Gibt es in der Umgebung vielleicht Faktoren, die uns auf dem Weg zur inneren Ruhe stören? Allein die physische Umgebung hat großen Einfluss auf uns. In einem chaotischen Zuhause fällt es meist schwer, Ruhe einkehren zu lassen. Die Unruhe herrscht automatisch vor. Im Gegenzug dazu lädt ein geordnetes Zuhause zum Ausruhen ein. Ein, zwei kleine Handgriffe im Haushalt können schon viel beitragen zu einem besseren Wohlbefinden.

Möchte man noch einen Schritt weitergehen, richtet man seinen Blick auf die Ebene der sozialen Kontakte. Sicher gibt es auch hier Störfaktoren, die man nicht so leicht beseitigen kann, aber allein der bewusste Blick auf sie kann schon hilfreich sein. Vielleicht einfach die nervigen Gruppennachrichten auf WhatsApp auf stumm stellen oder nicht immer direkt ans Telefon gehen, wenn es doch gerade sowieso nicht passt. Auch kann es helfen Abstand zu Menschen zu gewinnen, die uns nicht immer nur gut tun. Natürlich ist dieser letzte Schritt schwierig und nicht immer dramenfrei, aber auf lange Sicht gesehen wirst du merken, dass dieser Schritt Dir zu mehr Ruhe verhelfen kann.

Kleine Taten mit großer Wirkung

Manche Handgriffe und Erledigungen können schon einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben. So fällt es zum Beispiel leichter, innerlich ruhig zu werden, wenn nicht noch tausend offene Rechnungen auf unserem Schreibtisch liegen, die uns ständig im Kopf rumschwirren.

Auch ein fester Zeitplan kann uns Routine im Alltag geben und somit zur inneren Ruhe beitragen. Anstatt den Sport also immer wieder zu verschieben, weil Verabredungen mit Freunden dazwischen kommen, setze Dir feste Termine, die nur für den Sport da sind. Auch hier ist es wichtig Deine langfristigen Ziele im Auge zu behalten. Versuche jeden Tag einen Moment der Stille zu schaffen. Sei es vor dem Schlafengehen oder vor dem Weg zur Arbeit. Halte inne, mach den Rücken gerade, lass die Schultern sinken, öffne Deine Hände und lenke Deinen Fokus auf den Atem. Schon diese Mini-Meditation kann unglaublich heilend sein und ist ein gutes Mittel gegen Nervosität und Ängstlichkeit. Probier es doch mal aus!

Innere Ruhe – Und jetzt?

Die innere Ruhe ist also der Moment, in dem wir unsere Selbstzweifel zum Schweigen bringen. Der Moment, in dem sich Körper und Seele verbunden fühlen. Wir brauchen keine Angst mehr haben vor den Gedanken die kommen, denn sie sind in Ordnung. Wir können sie geschehen lassen ohne sofort in die Abwärtsspirale zu geraten. Die Antwort auf die innere Ruhe liegt also in jedem selbst und somit ist es auch an uns, der inneren Ruhe die Chance zu geben, sich entwickeln zu können. Durch Routine und ständiges Üben der Achtsamkeit können wir gezielt unser Wohlbefinden stärken. Auf dem Weg zur inneren Ruhe werden wir uns öffnen können für das, was uns wichtig ist im Leben und uns von der Unruhe in unserem Leben befreien.

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Nora

Nora

Content Managerin