FOMO – Wie überwindest Du die Angst, etwas zu verpassen?

  • FOMO Die Angst, etwas zu verpassen

Die Angst, etwas zu verpassen, ist kein seltenes Phänomen. Immer mehr Menschen beschleicht die Angst, wichtige soziale Gelegenheiten zu verpassen – denn es könnte ja DER Moment ihres Lebens sein. Woher kommt die ständige Befürchtung, etwas zu versäumen?

Sei es bei Partys, Dates oder der Karriere: Wir leben in der ständigen Angst, dass hinter der nächsten Ecke oder bei der nächsten Veranstaltung etwas Besseres kommen könnte. Es ist der Ärger über unsere eigene Abwesenheit, die Angst vor der falschen Entscheidung und die Befürchtung vor sozialer Ausgrenzung und verpassten Gelegenheiten. Bekannt ist diese Angst auch als „FOMO“ (engl.: Fear of missing out), was als “Angst, etwas zu verpassen” übersetzt werden kann.

Das Problem ist, dass die Angst, etwas zu verpassen, uns innerlich unruhig macht. Oft jagen wir der nächsten vielversprechenden Verabredung hinterher, obwohl unser Abend schon verplant ist. Egal, machen wir eben beides. Gleiches kann auch im Berufsleben passieren: So versuchen wir, uns alle Projekte oder Jobmöglichkeiten warmzuhalten, um auch hier kein Karrieresprungbrett zu verpassen.

Uns überkommt die Unruhe, wir können uns nicht auf den Moment konzentrieren, weil wir im Kopf schon bei der nächsten Veranstaltung sind. Man wird unzufrieden über das Hier und Jetzt und konzentriert sich auf das, was im Leben fehlt, anstatt im Moment präsent zu sein, in dem wir uns befinden.

Wie können wir die Angst loswerden und wieder zufrieden sein, mit dem, was wir haben?

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FOMO überwinden – Was kannst Du gegen die Angst tun?

Wie schön wäre es, die Angst, etwas zu verpassen, wieder loszuwerden und im Moment gegenwärtig sein zu können, ohne der nächsten großen Gelegenheit nachzujagen? Mit diesen Tipps kannst Du die Angst, etwas zu versäumen, überwinden und endlich wieder beruhigter durchs Leben gehen:

1. Bleib auch mal zu Hause

Sicher hast Du auch mal Lust, einfach auf der Couch liegen zu bleiben – mit Laptop auf dem Schoß und der linken Hand in der Chipstüte? Dann tu es! Verschiebe den Fokus nicht auf das, was Du nicht hast und verpassen könntest, sondern auf Dich selbst. Entspannung und Entschleunigen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, sich auf sich selbst zu fokussieren und zufrieden im Hier und Jetzt zu sein.

2. Hör auf, Dich zu vergleichen

FOMO-Symptome kriegt man vor allem dann in den Griff, wenn man aufhört, sich mit anderen zu vergleichen. Denk daran, dass die sozialen Medien die Menschen so widerspiegeln, wie sie selbst gesehen werden möchten. Es ist nicht die Person, wie sie wirklich ist. Oder hast Du schon den Influencer gesehen, der Bilder von sich in Jogginghose auf der Couch postet? Oder ein Bild, wie er gerade eisessend die neueste Staffel suchtet? Die Wahrheit ist: Niemand ist perfekt. Wir können aufhören, uns zu vergleichen, denn es macht uns schlichtweg unglücklich. Ratsamer wäre, selbst ins Fitnessstudio zu gehen, selbst tolle Gerichte zu kochen, vielleicht eine schöne Party zu schmeißen oder lang gehegte Wünsche zu realisieren – fühlt sich gut an, oder?

3. Leg Social Media zur Seite

Jedes Instagram Bild, an dem wir vorbei scrollen, fühlt sich wie ein Messerstich an: Diese und jene Party haben wir verpasst, zu der Hochzeit waren wir nicht eingeladen und am selben Abend wie das Dinner waren wir bei Oma’s 80. Geburtstag. Alles woran wir denken können, ist der Spaß, den wir verpasst haben. Auch wenn wir selbst eine tolle Veranstaltung erlebt haben, die der anderen war sicher besser. Stop! Nimm Dir eine Pause von Social Media. Es setzt Dich unnötig unter Druck und verstärkt Dein FOMO.

4. Wie wäre es mit Singletasking?

Oft denken wir, dass wir die Fähigkeit, Dinge zeitgleich zu erledigen, perfektionieren können. Wir denken, wenn wir professionell planen, können wir gleichzeitig Dinge perfekt erledigen. Dem ist nicht so: In psychologischen Experimenten fand man heraus, dass, wenn wir verschiedene Aufgaben zeitgleich erledigen, wir keiner dieser Aufgaben unsere hundertprozentige Aufmerksamkeit schenken. Es kam zu einer höheren Fehlerquote und wir bekommen, auch bei angenehmen Aufgaben, nicht alles mit. Versuche daher nicht, jedes Angebot und jede Gelegenheit wahrzunehmen, denn Deine Aufmerksamkeit kann sich nicht teilen.

5. Was sind Deine Ziele?

Oft spüren die Menschen, die Angst haben, etwas zu verpassen, eine schwache Variante von Orientierungslosigkeit. Sie lassen sich treiben und vernachlässigen die Ziele, die sie im Leben haben. Es kann helfen, Deine Ziele klar zu formulieren und aufzuschreiben. Was möchtest Du erreichen? In dieser Woche, in diesem Monat, in diesem Jahr? Und was tust Du dafür, diese Ziele zu erreichen? Ist es nicht eine der schönsten Absagen, wenn der Grund dafür ein Lebensziel ist?

6. Spielst Du gern Gastgeber?

Eine einfache Möglichkeit, die Angst, etwas zu verpassen, loszuwerden, ist, einfach alle einzuladen – oder zumindest die Menschen, die einem am Herzen liegen. Schmeiß’ eine Party, lade ein zum Picknick im Park oder koch für Deine Freunde. Sie alle um Dich herum zu haben, wird Dir helfen, zu erkennen, dass der schönste Moment eben doch im Hier und Jetzt stattfindet.

7. Aus FOMO wird JOMO

Aus FOMO, der Angst, etwas zu verpassen, wird der Spaß, etwas zu verpassen, kurz JOMO (engl.: Joy of missing out). Wie? Werde Dir bewusst über Deine eigenen Wünsche und Hoffnungen. Konzentriere Dich auf Dich selbst, anstatt Dich von Partys, Dates und anderen lauten und hektischen Verabredungen ablenken zu lassen. Und auch mal Nein sagen gehört hierzu, wenn es darum geht, mal Deine eigene Mitte zu finden. Es kann wirklich Spaß machen, mit sich selbst allein und zufrieden zu sein und auch einfach mal was zu verpassen.

Um FOMO zu überwinden, ist es wichtig, im Hier und Jetzt zu sein und das was ist, zu akzeptieren. Selfapy hat einen Achtsamkeitskurs entwickelt, der Dir dabei hilft, Stress und innere Unruhe aktiv zu reduzieren. Der Achtsamkeitskurs trägt das Prüfsiegel der Zentralen Prüfstelle Prävention und wird daher von den meisten gesetzlichen Krankenkassen zu 80-100 % erstattet. Auch viele private Krankenkassen übernehmen die Kursgebühr. Alternativ zu unserem Kurs kannst Du die telefonische psychologische Beratung in Anspruch nehmen.

 

Nora

Nora

Content Managerin