Psychische Erkrankungen auf der Leinwand

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Im März werden in Hollywood wieder einmal die Oscar Awards vergeben. Die bevorstehende Verleihung des wichtigen Filmpreises nehmen wir als Anlass, um einen Blick auf einige herausragende Filme der vergangenen Jahre zu werfen, in denen psychische Erkrankungen mehr oder weniger offensichtlich und realistisch thematisiert werden.

2017: „To The Bone“

Das US-amerikanische Drama mit Lily Collins und Keanu Reeves in den Hauptrollen folgt der 20-jährigen Ellen, die an Magersucht erkrankt und nach zahlreichen erfolglosen Therapieversuchen in einer Wohngruppe für Essgestörte landet. Der Film basiert auf den Erfahrungen der Regisseurin Marti Noxon, die ebenso wie Lily Collins in der Vergangenheit unter Essstörungen litt.

2013: „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“

Auf den ersten Blick scheint der mehrfach ausgezeichnete Disney-Streifen leichte Kost zu sein: ein Animationsfilm für Kinder, mit sprechenden Schneemännern, Prinzessinnen und viel Musik. Tatsächlich porträtiert „Frozen“, wie der Originaltitel lautet, sehr akkurat Depressionen und Angststörungen, unter denen eine der Hauptfiguren, Prinzessin Elsa leidet.

2012: „Silver Linings“

In dieser romantischen Komödie verlieben sich der manisch-depressive Pat – gespielt von Bradley Cooper – und die Witwe Tiffany. Jennifer Lawrence erhielt für ihre Darstellung der emotional instabilen Tiffany einen Oscar. In vielerlei Hinsicht stellt „Silver Linings“ psychisch Erkrankte als sehr menschlich dar. Kritik erhielt der Film jedoch dafür, dass der Eindruck entstehen könnte, Liebe allein sei ein Heilmittel für die Psyche.

2010: „Black Swan“

Für ihre Darstellung einer jungen Ballerina, die im Verlauf dieses Psychothrillers an einer psychotischen Störung erkrankt, erhielt Natalie Portman unter anderem einen Oscar und einen Golden Globe. Die Tänzerin kämpft um die Rollen des weißen und des schwarzen Schwans in Tschaikowskis “Schwanensee”. Weitere Themen des Films sind der Drang zum Perfektionismus und der Versuch in den Augen der Mitmenschen “normal” zu wirken.

2006: „Little Miss Sunshine“

In dieser schwarzen Komödie begibt sich die dysfunktionale Familie Hoover auf einen Roadtrip, damit Tochter Olive in Kalifornien an einem Schönheitswettbewerb für Kinder teilnehmen kann. Sehr liebevoll dargestellt wird der Charakter des Onkels Frank, der kürzlich einen Suizidversuch überlebt hat und nun versucht seine Depression zu überwinden.

1999: „Durchgeknallt“

Mittlerweile ein Klassiker: In „Durchgeknallt“ (Im Original „Girl, Interrupted“) treffen die Hollywood-Größen Winona Ryder und Angelina Jolie in den Rollen der Susanna und Lisa aufeinander. Susanna wird eingewiesen, nachdem sie einen gefährlichen Mix aus Alkohol und Pillen geschluckt hat. Ihre Zimmernachbarin Lisa ist eine rebellische Soziopathin, die nicht zum ersten Mal in der Psychiatrie ist. Obwohl sich das Skript, das auf der Autobiografie von Susanna Kaysen basiert, zahlreichen Klischees bedient und dafür scharf kritisiert wurde, geben Winona Ryder und Angelina Jolie eine sehenswerte Performance ab.

 

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Marieke

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