Körper und Seele sind ein Team

  • Sport und psychische Gesundheit

Sport ist Mord? Dieses Sprichwort ist nun wirklich veraltet. Wissenschaftliche Studien belegen, was Du sicherlich selbst schon feststellen konntest: Regelmäßige sportliche Aktivität hält Deinen Körper fit und hat zudem positive Auswirkungen auf Deine Psyche.

So fanden niederländische Forscher, dass bereits eine Stunde Sport pro Woche das Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Abhängigkeiten senken kann. Betroffene, die regelmäßig sportlich tätig werden, erholen sich zudem auch schneller von ihrer Erkrankung, als diejenigen, die sportlich nicht aktiv sind.

Beim Sport Glückshormone freisetzen

Ausdauersportarten wie Laufen, Walken oder Radfahren werden mittlerweile als Ergänzung zur Psychotherapie oder als Alternative zur Einnahme von Psychopharmaka gehandelt. Da im Vordergrund der Spaß am Sport stehen sollte, muss jeder die für ihn richtige Methode finden – das kann auch Krafttraining, Pilates oder Kickboxen sein. Wichtig sei, so lauten die Empfehlungen, am sprichwörtlichen Ball zu bleiben: Über 8 Wochen hinweg sollte mindestens dreimal pro Woche für 30 Minuten bei moderater bis starker Intensität trainiert werden.

Die genauen Prozesse, die Sport als Therapiemaßnahme wirksam machen, sind noch nicht klar. Die Freisetzung der sogenannten Glückshormone Serotonin und Dopamin sowie des Angst-Hemmers atriales natriuretisches Peptid (ANP), scheint eine wichtige Rolle zu spielen. Gleichzeitig hemmt körperliche Aktivität die Bildung des Stresshormons Cortisol.

Den Gedanken davonlaufen

Beim Sport bekommen viele Menschen den Kopf frei oder lassen die Gedanken einfach schweifen. Die Ablenkung durch Gruppensport eignet sich hervorragend für Dauer-Grübler. Du kannst Deinen negativen Gedanken buchstäblich davonlaufen.

Den Selbstwert steigern

Nicht zu verachten ist die psychologische Komponente: Sportliche Erfolge erhöhen den Selbstwert. Fühlt es sich nicht einfach großartig an, wenn Du den inneren Schweinehund besiegt hast? Ist man erst einmal runter von der Couch, ist der Stolz schon vorprogrammiert. Genieße den Augenblick und sei stolz auf Dich!

Sport hält den Kopf fit

Regelmäßige körperliche Aktivität ist wichtig, um Deine mentalen Fähigkeiten aufrecht zu erhalten. Zu diesen Fähigkeiten gehören kritisches Denken, neues Lernen und gutes Urteilsvermögen. Die Forschung zeigt, dass muskelstärkende Aktivitäten besonders hilfreich sind. Um den Kopf fit zu halten, sollte man sich drei- bis fünfmal pro Woche für mindestens 30 Minuten sportlich betätigen.

Endlich besser schlafen

Sport und andere körperliche Aktivitäten verbessern die Schlafqualität enorm. Forscher fanden heraus, dass Menschen, die sich viel bewegen, besser und schneller einschlafen können, als diejenige, die sich wenig bewegen. Außerdem fand man bei den aktiveren Menschen einen tieferen Schlaf. Der bessere Schlaf wiederum sorgt für eine bessere Stimmung und mentale Stärke. Jedoch solltest Du nicht direkt vor dem Schlafengehen Sport treiben, da dies wiederum energetisierend wirken kann.

Runter von der Couch

Die Vorteile, die sich durch das Treiben von Sport ergeben, liegen auf der Hand. Der Zusammenhang zwischen der körperlichen Bewegung und der psychischen Gesundheit sind längst erforscht. Es gibt also kaum noch Ausreden! Glückshormone, besserer Schlaf, mehr Selbstbewusstsein und ein freier Kopf – worauf wartest Du also noch?

Depression Selfapy Online Kurs

Marieke

Marieke