Weiter. Immer. Weiter. – Wir sagen STOP!

Nach dem großartigen Start unseres ersten TV-Spots folgt nun unsere erste Out-of-Home-Kampagne in Hannover. Gesicht der Kampagne ist auch hier wieder Schwimmerin und Olympiasiegerin Britta Steffen. Als „Sensibelchen des deutschen Schwimmsports“, wie sie in den Medien beschrieben wurde, litt sie immens und heimlich unter dem mit dem Profi-Sport verbundenen Leistungsdruck, den Ängsten und der Einsamkeit. Mit diesen Gefühlen ist Britta längst nicht allein.

Jeder fünfte Mensch durchlebt einmal im Leben eine psychische Krise. Oft können wir Symptome nicht deuten, sind mit einem Stigma konfrontiert und auch bei Einsicht sind die Wartezeiten auf einen Therapieplatz nicht selten Monate. Genau wie Britta leiden viele Menschen innerlich. Wir denken, dass wir stark sein und immer weiterkommen müssen, um unserem Leben eine Bedeutung zu schenken. 

Genau diesen Gedankengang beleuchten wir in unserer Kampagne und möchten zeigen, dass es so nicht sein muss und eigentlich doch auch nicht sein kann.

Mental health matters.

Die Werbekampagne WHAT NOW und NOT ENOUGH soll Mut machen, Neugier wecken und die psychische Gesundheit in das Zentrum unserer Gesellschaft rücken. 

Wenn es in unserem Körper zieht, wissen wir instinktiv sofort, was zu tun ist: Bei Zahnschmerzen gehen wir zum Zahnarzt. Auch in anderen Bereichen kennen wir den Anlaufpunkt: Springt das Auto nicht an, so rufen wir den Abschleppdienst. Was aber tun wir, wenn es unserem Kopf nicht gut geht? Wenn traurige Gedanken unseren Tag dominieren, wenn Ängste unser Leben einschränken? Hier wissen wir uns meist nicht gleich zu helfen. Viel zu unpräzise sind die Symptome, die sich oft auf ungewöhnliche Weise zeigen. Bei wem sollen wir also Hilfe finden, wenn es scheinbar überall schmerzt, ganz besonders in unserem Kopf?

Hinzu kommt, dass wir uns, gerade wenn es um unsere Gefühle und Emotionen geht, noch viel zu sehr mit dem Stigma „Hilfe suchen = schwach sein“ konfrontiert sehen. Doch wie viel besser könnte es uns gehen, wenn wir aufhören würden, uns für unsere mentale Gesundheit zu schämen?! Wenn wir erkennen würden, dass es Punkte im Leben gibt, wo es einfach nicht weitergeht und Hilfe von außen die einzige Lösung ist?!

Unsere Kampagne richtet sich an genau diese Menschen: Menschen, die erkannt haben, dass ihre mentale Gesundheit mindestens genauso wichtig ist wie ihre körperliche. Menschen, die wissen, dass es kein Zeichen von Schwäche ist, nach Hilfe zu fragen – ganz im Gegenteil. 

Das Setting – zu Besuch im Hause Steffen.

Heute laden wir euch ein, einen typischen Nachmittag mit uns im fiktiven Heim von Britta Steffen zu verbringen, dem Drehort unserer Kampagne. Wir befinden uns in einem edel eingerichteten Zimmer, das eine gewisse Coolness und Abgeklärtheit ausstrahlt – ganz wie man es von einer erfolgreichen Ex-Profi-Schwimmerin erwarten würde. Britta sitzt auf einem geschmackvollen Sofa, im Hintergrund sehen wir eine Reihe von Medaillen, ein Symbol für ihre vergangenen Erfolge. Britta ist schick gekleidet, stilvoll, aber nicht protzig. Sie wirkt selbstbewusst, weiß, was sie erreicht hat und legt Wert auf ihr Erscheinungsbild. 

Der erste Gedanke, der in diesem Szenario aufkommt: Diese Frau hat einiges in ihrem Leben erreicht. Sie weiß, was sie will. Dass das nicht immer einfach war und der Erfolg mit viel Schweiß und einigen Tränen einherging, ist offensichtlich. In ihrem heimischen Setting jedoch wirkt sie rastlos, auf dem Sprung. Ein „Was willst Du eigentlich von mir?“ wird in ihrem Ausdruck sichtbar. 

Was jetzt? 

Unsere Gesellschaft ist geprägt von endlosen Möglichkeiten. Dieses ständige Streben nach Selbstverbesserung löst in uns oft ein Gefühl der Rastlosigkeit aus und wir verlieren den Blick auf die Realität, flüchten uns in eine Sucht nach mehr.  

Auch unsere Protagonistin steht unter diesem selbst erzeugtem Druck. Der Druck basiert auf der Erkenntnis, dass ihre Profi-Sportler-Karriere nun zu einem Ende kommt, dass die Rolle,  die sie bis jetzt (vermeintlich) erfüllt hat, nicht ihre Zukunft sein kann. Britta scheint das, was sie in der Realität umgibt, nicht wahrzunehmen. Sie sitzt zu Hause auf ihrer Couch, der Rücken gestärkt durch ihre Erfolge und Erfahrungen … und dennoch steht sie vor der ungeklärten und immer wiederkehrenden Frage: „WAS JETZT?“

So wie Britta geht es leider vielen. Eigentlich haben wir in unserem Leben doch so einiges erreicht: Wir haben Kinder, eine  erfüllte Partnerschaft, ein schönes Haus oder eine Wohnung, eine sichere Arbeitsstelle und sind bei guter Gesundheit. Viele Gründe, stolz zu sein, die Realität zu sehen und zu genießen. Doch trotzdem gibt es da diese leise Stimme im Hinterkopf, die sagt: Da geht noch mehr! 

Doch ist diese Stimme wirklich unsere? Oftmals haben wir nicht gelernt, die nötige Befriedigung in uns selbst zu suchen, weshalb wir danach streben, sie von außen zu bekommen. Wenn wir sie dann nicht gleich erhalten, fühlen wir uns rast- und wertlos. 

Szenenwechsel Weiter. Immer. Weiter.

Wir befinden uns noch immer zu Hause bei Britta Steffen. Uns zeigt sich ein ungewöhnlicher Anblick, wir spielen mit einem starken Kontrast: Britta sitzt in voller Schwimmausrüstung auf ihrer Couch. In ihrem Gesicht spiegeln sich Anstrengung, Ehrgeiz und Disziplin wider – und das, obwohl sie sich doch eigentlich in ihrem persönlichen Wohlfühlbereich, ihren eigenen vier Wänden fernab der Schwimmhalle befindet. 

Was macht eine erwachsene Frau in Badeanzug und Badekappe auf dem Sofa, fragst Du Dich jetzt vielleicht. Eine sehr gute Frage! Kennst Du das Gefühl, wenn Du einfach nicht aus Deiner Rolle kannst? Vielleicht kommt Dir das aus Deinem Alltag auch bekannt vor: Du hast Dein Büro eigentlich schon längst verlassen, bist aber in Gedanken trotzdem noch bei der Deadline für Dein Projekt? Du denkst, dass Du, wenn Du nur noch ein bisschen härter, ein bisschen mehr arbeitest, dann endlich die lang ersehnte Beförderung oder Gehaltserhöhung bekommst? So geht es auch Britta Steffen. Sie hat die Schwimmhalle längst verlassen und kann trotzdem nicht aufhören, ans Schwimmen zu denken. Denn sie weiß: Ruhst Du Dich aus, gewinnen die anderen. Nicht das, was Du bisher erreicht hast, zählt, sondern nur das, was Du noch erreichen kannst. Mitten im sich ständig drehenden Hamsterrad können wir einfach nicht aufhören, weiterzurennen, weil wir darauf konditioniert sind, stets nach mehr zu streben. Da muss doch noch mehr kommen. Alles, bloß kein Stillstand, denn dann ziehen die anderen an uns vorbei. 

Dies ist leider ein Gedanke, den uns die Gesellschaft tief in den Kopf gepflanzt hat. Es muss immer weitergehen, wir müssen stets noch mehr erreichen, ganz gleich, wie viel wir schon gemeistert haben oder wie ermüdet wir sind. 

Wir sagen: STOP!

Es ist wichtig zu erkennen, dass man auch mal Pausen braucht (auch für den Kopf). Psychologische Unterstützung kann Dir dabei helfen, diese Pause zu nehmen und zu leben. 

Hoffentlich hast auch Du erkannt, dass dieses Verhalten – immer weiterzumachen, ganz egal, wie es Dir dabei geht auf Dauer nicht gesund ist, und zwar weder für Deinen Körper noch für Deine Seele oder Deinen Kopf. Mit unserer Kampagne möchten wir Dir zeigen, dass es einen Ausweg aus der schier endlosen Spirale aus Erfolgsdruck, Disziplin, Ehrgeiz und Überanstrengung gibt, dass es ok ist, wenn Du mit der Gewalt der eigenen Gedanken überfordert bist, und dass es eine Anlaufstelle gibt, um professionelle Unterstützung zu erhalten. 

Auch Britta erkannte, dass  sie allein mit ihren Ängsten überfordert war. So entschied  sie sich, Unterstützung von einer Psychologin in Anspruch zu nehmen. Sie sagt heute, diese Entscheidung habe maßgeblich dazu beigetragen, ihre Stärke wiederzufinden. Brittas Geschichte zeigt, dass es mutig ist, sich Unterstützung zu suchen und niemals als Zeichen von Schwäche gedeutet werden sollte.

Befindest Du Dich an einem Punkt in Deinem Leben, an dem Du nicht weiterweißt? Hast Du das Gefühl, dass Du immer mehr powern musst, aber einfach nicht mehr kannst? Dann möchten wir Dir mit unseren Kursen sowie persönlichen psychologischen Gesprächen helfen, Dein psychisches Wohlbefinden wieder zu steigern. Informiere Dich am besten noch heute in einem kostenlosen Erstgespräch

Liesa Huppertz

Liesa Huppertz

Content Managerin