Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: Ein Tabuthema?

  • Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Jeder vierte Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung. Die Vielzahl dieser Menschen ist im berufstätigen Alter. Neben persönlichen und familiären Auswirkungen, zählen Fehltage und wirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe zu den Folgen. Umso wichtiger ist daher die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz.

Dennoch galt psychische Gesundheit am Arbeitsplatz lange Zeit als Tabuthema. Erst in den vergangenen Jahren hat sich ein leichter Wandel gezeigt. Mehr und mehr Unternehmen investieren in ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), bieten ihren Mitarbeitern Präventionsprogramme an und fördern neben der körperlichen auch die psychische Gesundheit. Doch es wird noch längst nicht genug getan.

Angst vor der Stigmatisierung

Denn trotz dieses Wandels trauen sich die wenigsten Betroffenen mit ihren Vorgesetzten und Kollegen offen über ihr psychisches Befinden zu sprechen. Grund dafür ist vor allem die Angst vor der Stigmatisierung. Depressive werden schnell als faul, weinerlich oder nicht belastbar abgestempelt, jemand mit Binge-Eating-Disorder gilt als verfressen und Angstpatienten sollten sich einfach mal zusammenreißen und keine Angsthasen sein.

Wer sich mit seinen Problemen nicht ernst genommen fühlt und Diskriminierung fürchtet, leidet lange Zeit im Stillen, bis der Leidensdruck zu hoch ist. Auf den großen Knall folgen meist lange Krankschreibungen, im schlimmsten Fall die Frührente. Soweit sollten Arbeitgeber es nicht kommen lassen. Sie tragen eine Verantwortung für ihre Mitarbeiter und beide Seiten können von frühzeitigen Präventionsmaßnahmen, Aufklärung und einem offeneren Umgang mit dem Thema psychische Gesundheit profitieren.

Gesundheitsrisiken minimieren

Unternehmen sollten es sich zur Aufgabe machen, die Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz zu minimieren. Denn selbst kleine Ärgernisse können sich summieren und zu einer erheblichen Belastung werden. Stress und Überforderung sind der perfekte Nährboden für psychische Erkrankungen wie Depression, Angststörungen, Essstörungen oder auch Suchterkrankungen.

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Marieke

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