A day in the life: Vom Leben mit Stress und Burnout

  • Stress und Burnout Erfahrungsbericht

„6:00 Uhr: Mein Wecker klingelt und ich quäle mich aus dem Bett, meine Knochen schmerzen und der Nacken ist verspannt. Erholsamer Schlaf ist etwas anderes. 6:01 Uhr: Schnell im Bad fertig machen. Duschen, rasieren, Zähneputzen. Wenn doch bloß diese Ringe unter den Augen wieder verschwinden würden. Ich sehe zehn Jahre älter aus, als ich es bin. 6:23 Uhr: Die Kaffeemaschine läuft, ich stehe ungeduldig daneben, wackle mit dem Fuß und fühle mich wie ein Junkie, der auf seinen nächsten Fix wartet. Kaum ist der Kaffee durchgelaufen, stürze ich auch schon die erste Tasse herunter, die zweite fülle ich in meinen Thermobecher “to go”. 7:04 Uhr: Es ist still im Büro, die Monitore der Kollegen befinden sich wie selbige noch im Tiefschlaf. Die perfekte Zeit, um endlich ein paar Anträge abzuarbeiten, die sich schon seit Wochen auf meinem Schreibtisch stapeln.

Ich bin müde und unkonzentriert

11:51 Uhr: Meine Gedanken schweifen immer wieder ab, ich bin müde und unkonzentriert. Ich blicke auf und bemerke, dass ich völlig dehydriert und ausgehungert bin. Ich habe nur zwei Anträge bearbeitet, dabei wollte ich doch mindestens 20 schaffen. 11:53 Uhr: Die Mittagspause ruft – endlich! Ich möchte gerade in Richtung Kantine gehen, da stoppt mich mein Chef im Flur. Er habe da noch was für mich und es eile. ‚Du mieser…‘, denke ich und schlurfe an meinen Platz zurück. 13:12 Uhr: Zweiter Versuch. Das Essen ist furchtbar, wie jeden Tag, aber für eine vernünftige Mahlzeit außer Haus bleibt keine Zeit. Der Nachmittag ist mit diversen Meetings verplant, auf die ich mich noch vorbereiten muss. 18:22 Uhr: Ich wollte schon vor Ewigkeiten Feierabend machen, aber die Meetings ziehen sich mal wieder hin und meine Laune hat ihren Tiefpunkt erreicht. Ich frage mich, warum ich überhaupt noch in diesem Beruf arbeite? Vor einem Jahr hätte ich begeistert noch bis 22 Uhr an meinem Schreibtisch gesessen. Jetzt ist die Luft einfach raus.

Für mehr reicht meine Energie nicht

19:37 Uhr: Erschöpft und wütend komme ich nach Hause. Eigentlich wär noch genügend Zeit etwas mit der Familie zu unternehmen. Schließlich habe ich meine Frau und Kinder den ganzen Tag über nicht gesehen. Für mehr als ein gemeinsames Abendessen reichen meine Energie und Geduld jedoch nicht. 20:05 Uhr: Ich ziehe mich mit einer Flasche Wein ins Wohnzimmer zurück. Den hätte ich eigentlich schon heute Mittag gebrauchen können. 21:48 Uhr: Ich falle ins Bett, mit schmerzenden Knochen und verspanntem Nacken. Einige Minuten kreisen meine Gedanken noch und ich überlege, wie ich in dieses Hamsterrad geraten bin. Dann holt mich endlich der ersehnte Schlaf. Bis der Stress morgen von vorn losgeht.“

Leidest Du wie Peter unter chronischem Stress oder hast Du Angst ein Burnout-Syndrom zu haben? Verbessere Dein Wohlbefinden mit den Online Kursen von Selfapy. Informiere Dich jetzt im kostenlosen Erstgespräch.

Marieke

Marieke