Wie viel Angst vertragen Kinder zu Halloween?

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Halloween kennen viele als eine typisch US-amerikanische Tradition. Am Abend des 31. Oktobers steht alles im Zeichen des Horrors. Seit den 90er Jahren ist der Brauch, sich am Abend vor Allerheiligen schaurig zu verkleiden und von Haus zu Haus zu ziehen, um Süßigkeiten einzusammeln (das sogenannte “Trick-or-Treating”, zu Deutsch auch “Süßes oder Saures”), auch nach Deutschland geschwappt.

Erwachsene mögen die gruseligen Kostüme, Requisiten und Horrorfilme, die im Oktober vermehrt im Fernsehen laufen, amüsant finden. Doch was ist mit den Kindern, die unweigerlich denselben Reizen ausgesetzt sind?

Das Spiel mit der Angst

Ein wenig Nervenkitzel verkraften schon die ganz Kleinen. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass Kinder sich gerne verstecken und gegenseitig erschrecken. Das Spiel mit der Angst lässt Kinder ihre eigenen Grenzen testen – stets mit dem Wissen, dass keine tatsächliche Gefahr besteht.

Doch dieser Spaß kann schnell in Ernst umschlagen und plötzlich fürchten sich Kinder vor Zombie-, Hexen- und Gespensterkostümen. Dieser plötzliche Wandel ist schwer vorherzusehen und jedes Kind hat seine individuelle Schmerzensgrenze, die sich ständig verschieben kann.

Ängste und Albträume ernst nehmen

Eltern sollten versuchen, ihr Kind gut zu beobachten. Während es über die Vampire im TV möglicherweise noch geschmunzelt hat, können im dunklen Kinderzimmer harmlose Schatten zu Angstattacken führen. Auch Albträume sollten stets ernst genommen werden. In solchen Momenten braucht das Kind vor allem die körperliche Nähe und Fürsorge der Eltern: eine Umarmung hat schon manchen Geist vertrieben.

Nehmen die Albträume Überhand und treten auch lange nach Halloween noch auf, ist das Kind oft unruhig oder aggressiv, könnte ein tieferliegendes Problem die Ursache sein. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, einen Kinder- und Jugendtherapeuten aufzusuchen.

Marieke

Marieke