Wenn die Sozialphobie das Berufsleben einschränkt

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Telefonate mit Kunden, Meetings mit Kollegen und Feedbackgespräche mit dem Chef: Für die meisten Berufstätigen gehören diese Situationen zum Alltag dazu, werden ganz routiniert und ruhig erledigt. Für Menschen, die unter einer Sozialphobie leiden, können sie die reinste Qual darstellen. Sofern sie überhaupt die erste Hürde – das Vorstellungsgespräch – überwinden, sehen sie sich im Berufsleben immer wieder mit angstauslösenden Reizen konfrontiert.

Symptome der Sozialphobie

Die soziale Phobie gehört zu den Angststörungen. Betroffene verspüren in sozialen Situationen starke Angst sich zu blamieren, fürchten sich vor Kritik, Leistungserwartungen und Konfrontationen. Sie haben meist ein niedriges Selbstwertgefühl und nehmen sich selbst als unsicher war.

Begleitet werden diese Ängste oftmals von körperlichen Symptomen. In sozialen Situationen können die Betroffenen erröten, sie vermeiden Blickkontakt, fangen an zu schwitzen oder zu zittern, müssen vermehrt zur Toilette und können Herzrasen oder Übelkeit verspüren. Die angstbesetzten Situationen werden daher so gut wie möglich gemieden, was im privaten Bereich den sozialen Rückzug bis hin zur sozialen Isolation zur Folge haben kann.

Auswirkungen und Therapie der Sozialphobie

Vermeidungsverhalten kann zudem im beruflichen extrem einschränkend sein. Jobwechsel werden aufgrund der Angst vor dem Vorstellungsgespräch gescheut. Positionen, die soziale Interaktionen wie Vorträge oder Teammeetings mit sich ziehen, werden genauso gemieden. Da Betroffene ihre Aufmerksamkeit stark nach innen richten, sind sie in ihrer Konzentrations- und Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.

Nach außen lässt sich die Sozialphobie oft gut verbergen. Betroffene werden vielleicht als ein wenig schüchtern eingestuft, mit einem niedrigen Selbstbewusstsein. Der tatsächliche Leidensdruck ist jedoch nicht zu verachten. Wird das Leben durch die Angststörung stark eingeschränkt, kann eine Psychotherapie hilfreich sein. Mithilfe des Therapeuten können Ängste überwunden und Strategien zum Verhalten in sozialen Situationen erlernt werden. Die soziale Phobie ist gut therapierbar, sodass sie für Niemanden das Aus im Berufsleben darstellen muss.

Marieke

Marieke