Wenn die Sorgen Überhand nehmen: Die Generalisierte Angststörung

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Wird der Alltag von ständigen Sorgen bestimmt, liegt dem eventuell eine Generalisierte Angststörung (GAS) zugrunde. Betroffene leiden unter einer diffusen Angst, die sich auf sie selbst oder ihnen nahestehende Personen beziehen kann. Häufig kreisen die Gedanken um gesundheitliche und finanzielle Gefahren oder Bedrohungen, aber auch um Themen des alltäglichen Lebens. Oftmals kann die Angst nicht konkret an etwas festgemacht werden und die Sorgen wirken unkontrollierbar. Typisch für die GAS sind zudem die sogenannten Metasorgen: Betroffene sorgen sich über ihre Sorgen, z.B. dass sie zu häufig auftreten oder ihnen schaden könnten.

Körperliche Symptome der GAS können Ruhelosigkeit, leichte Ermüdbarkeit, Probleme mit der Konzentration, erhöhte Reizbarkeit, Muskelverspannungen und Schlafstörungen sein. Auch Herzrasen, Schwindel oder Magenbeschwerden können auftreten. Damit die Diagnose GAS gestellt werden kann, müssen mindestens drei der psychischen oder körperlichen Symptome über einen Zeitraum von sechs Monaten in dem Maß auftreten, dass sie die Lebensqualität bedeutsam einschränken.

Gedankenunterdrückung funktioniert selten

Etwas 4 bis 8 Prozent der Bevölkerung leidet im Verlauf des Lebens unter einer GAS. Damit gehört die Störung zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Im Vergleich zur Panikstörung entwickelt sich die GAS oftmals erst im Erwachsenenalter, nicht selten nach dem 40., 50. oder 60. Lebensjahr. Selten tritt die Störung im Kindes- und Jugendalter auf.

Aufrecht gehalten wird die GAS durch den zum Scheitern verurteilten Versuch, die negativen Gedanken und Sorgen zu unterdrücken. Durch diese „Gedankenunterdrückung“ wird der Fokus auf das Innere gerichtet. Die betroffene Person beschäftigt sich somit noch mehr mit ihren Ängsten und konzentriert sich weniger auf andere Tätigkeiten. Die resultierenden Fehler, zum Beispiel bei der Arbeit, werden als Katastrophe interpretiert und lösen weitere Sorgen aus.

Generalisierte Angststörung therapieren

Diesen Kreislauf aus Sorgen, Angst und Stressreaktionen zu unterbrechen, ist nicht einfach. Dabei helfen können zum Beispiel die kognitive Verhaltenstherapie und verschiedene Entspannungsübungen.

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Angst

Marieke

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